Money Makers

Rezension – Buchempfehlung – Buchtipp – Buchbesprechung

Sternebewertung
4/5

Money Makers

„Wie du die Börse für dich entdecken kannst!“

Ein Buch für interessierte Einsteiger in die Thematik, das die wichtigsten Begriffe und Zusammenhänge der Börsen – und Finanzwelt erklärt. Das schafft Aya Jaff anhand inspirierender Vorbilder und  vielen Beispielen aus dem Alltag.

Aya Jaff  ist 1995 im Irak geboren, in Deutschland aufgewachsen und hat im Silicon-Valley studiert und Karriere gemacht. Schon mit 15 Jahren brachte sie sich das Programmieren am Wochenende selber bei und gründete ein Jahr später einen Programmierclub, um gemeinsam mit Freunden die  Fähigkeiten zu verbessern. Nach dem Abitur entschied  sich Aya für ein  Wirtschaftsinformatik-Studium. 2015 konnte sie an einem Studiengang im Silicon Valley dank eines Stipendiums teilnehmen. Tim Draper subventioniert das, unter Studenten heiß begehrte,  Studium. Mit ihren Partnern hat sie die Börsenspiel-App „Tradity“ programmiert, um Jugendlichen die erste Scheu vor der Börse zu nehmen.

Heute hält die vielseitige Gründerin zusätzlich Vorträge als Keynote Speakerin auf Digitalkonferenzen.

Die Börse ist nicht böse

Aya war 17 Jahre alt als sie im Kino „Wolf of Wall Street“ sah. Sie fragte sich danach insgeheim, ob alle Broker so geldgierig seien. Daraufhin saß sie wochenlang in Bibliotheken und las ein Wirtschaftsbuch nach dem anderen um herauszufinden, was die wirkliche Motivation von Aktionären ist an der Börse zu handeln. Ihr gewonnenes Wissen gibt sie nun in ihrem Buch preis.

In ihrem Erstlingswerk stellt Aya also Money Makers vor. Das sind Persönlichkeiten, deren Leben und Wirken sich rund um die Themen Wirtschaft, Investieren und Gründen dreht oder gedreht haben.

Es startet mit einflussreichen Politikern und Ökonomen des 20. Jahrhunderts wie John Maynard Keynes, Friedrich August von Hayek und Christine Lagarde. Die Überlegungen der Herren haben Theorie und Praxis der Makroökonomie und Wirtschaftspolitik entscheidend  verändert. Christine Lagarde ist die Chefin der Europäischen Zentralbank und beeinflusst die wirtschaftlichen Entscheidungen im Euro-Raum.

Kendal Jenner brachte mit einem Tweet die Snapchat-Aktie zum crashen

Es geht weiter mit den heutigen Social Media Influencerinnen Kendal Jenner und Natascha Wegelin besser bekannt unter dem Pseudonym „Madame Moneypenny“. Natascha Wegelin hat die Mission Frauen finanziell zu bilden, damit sie nicht von Ehemännern, Staat, Arbeitgebern oder Geldinstituten  abhängig bleiben. Sie schafft es auf eine entschiedene  Art und Weise, ihre Followerinnen zur finanziellen Vorsorge motivieren:

„Was bleibt uns also? Uns nicht auf das System zu verlassen, nicht auf den Staat, nicht auf andere. Sondern: Verantwortung übernehmen, Ärmel hochkrempeln und anpacken. Wir müssen für uns selbst sorgen. Alles andere ist existenzbedrohend.“

Money Maker aus dem IT-Sektor

Die wichtigsten Money Maker auf dem asiatischen Kontinent sind die Gründer von Alibaba – Jack Ma – und Tencent – Pony Ma. Alibaba ist das chinesische Pendant zu Amazon und Tencent ist das größte chinesische soziale Netzwerk und Spieleanbieter. Beide Gründer sind Visionäre und den amerikanischen Mitstreitern meilenweit voraus.

Als amerikanische Money Maker nennt die Autorin Elon Musk, Tim Draper und Melinda Gates. Der Leser erfährt, dass Elon Musk am liebsten in Gesprächen mit Menschen lernt und daraus seine neuen kreativen Ideen zieht. Es sind die aus solchen Gesprächen sich entwickelnden Ideen und Visionen die ihn dazu bringen neues auszuprobieren. Das scheinbar Unmögliche einfach möglich zu machen. Melinda Gates, studierte Informatikerin, ist als Philantropologin in ihrer Stiftung engagiert, die Gesundheitsversorgung und Bildung in Entwicklungsländern zu verbessern. Sie verwirklicht mit der Stiftung die Idee, die IT-Technik zum Wohle der Menschheit  klug zu nutzen.

Zum Schluss dürfen berühmte Börsenlegenden wie Andre Kostolany und Warren Buffett als Money Maker nicht fehlen. Während Kostolany jahrelang als Spekulant an der Pariser Börse tätig war, investiert Buffett lieber in wertvolle Unternehmen und hält deren Aktien dauerhaft.

Beim Grundlagenwissen behandelt das Buch Themen wie Inflation, Blockchain und Angebot und Nachfrage.

Zusätzlich liegt ihr das Thema Klimawandel und grüne Investitionsmöglichkeiten am Herzen und zeigt auf, wie der Leser ökologisch-nachhaltige Unternehmen mit Aktien unterstützen kann.

Fazit:

Aya schafft es auf eine spannende Art und Weise dem jungen Leser wirtschaftliche Zusammenhänge anhand der ausgewählten Money Makers und deren Visionen perfekt näherzubringen.

In leicht verständlicher Sprache arbeitet Aya sich von den Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften bis zu den Aktivitäten an der Börse vor.  

Geschickt baut sie ein paar Zitate von HipHop-Musiker mit ein.

Der Sprachstil ist für Jugendliche bewusst flott gewählt und lässt sich deshalb auch unterhaltsam lesen.

Ihr Ziel junge Menschen für die Börse und die Finanzmärkte zu begeistern ist mit diesem Buch super gelungen. Aya bringt in ihrem Buch eine „Just do it“ Mentalität und einen erfrischenden Optimismus rüber.

Geeignet für: Einsteiger, Jugendliche

Bewertung: nice to have

Verlag: Finanzbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2020
Taschenbuch:  236  Seiten
Genre: Finanzbuch

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